Quellen für „linke Politik als Idealismus“: Georg Wilhelm Friedrich Hegel: „Phänomenologie des Geistes“, „Grundlinien der Philosophie des Rechts“, Karl Marx: „Das Kapital“, „Manifest der Kommunistischen Partei“, Friedrich Engels: „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“, Rosa Luxemburg: „Die Akkumulation des Kapitals“, „Die Russische Revolution“ – Für den Realismus und rechte Politik: Niccolò Machiavelli: „Il Principe“ (Der Fürst), Thomas Hobbes: „Leviathan“, Hans Morgenthau: „Politics Among Nations: The Struggle for Power and Peace“, Carl Schmitt: „Der Begriff des Politischen“ – je nach Kontext können die Begriffe Links & Rechts natürlich völlig unterschiedlich verwendet werden, was aber auch Teil der Problematik ist.
Faschismus
Die verschiedenen Faschismus-Theorien sind nur schwer unter einen Hut zu bringen, weshalb wir die „Grenze“ zur Vereinfachung – aber auch ganz prinzipiell – bei jeder Form von Verletzung und verletzendem Verhalten, also auch bei (struktureller) Gewalt und Unterdrückung ansetzen.
Ganz im Sinn der Online-Konferenzen zur Lösung globaler und menschlicher Probleme bräuchte es eine Faschismus-Konferenz, die sich den modernen Ausformungen und Risiken des Faschismus widmet.
Ist Faschismus wirklich "politisch"?
Reicht dann eine Entscheidung, Anti-Faschist zu sein und gut?
Was, wenn Faschismus etwas Psychologisches ist?
Müssten wir dann nicht alle an uns arbeiten und zunächst an der eigenen Nase fassen und vor der eigenen Haustüre kehren?
Psychologischer Faschismus ist eine über die Vorstellung hinausgehende Einstellung aufgrund irgendwelcher Indikatoren (Hautfarbe, Nationalität, Glauben, Überzeugung, …) etwas „Besseres“ als der jeweils andere Mensch zu sein und aufgrund eines Bedrohungs-Szenarios (das von einer Gruppe oder gar Mehrheit geteilt wird – sich aber als imaginär, übertrieben oder mindestens lösbar entpuppt) auf die Prinzipien der Aufklärung (Demokratie) und mündiger Bürger sowie der allgemeinen Menschenrechte zu verzichten („Entmenschlichung“) und zu Formen von psychischer oder gar physischer Gewalt zu greifen.
Nils Sautter


